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Suchbegriff: Wirtschaftliche Indikatoren

Goldman Sachs berichtet, dass die Risikobereitschaft der Anleger den höchsten Stand seit 2021 erreicht hat. Der Risikobereitschaftsindikator stieg auf 1,09 und liegt damit im 98. Perzentil der seit 1991 gemessenen Werte. Die Strategen der Bank stellen fest, dass trotz geopolitischer Unsicherheiten der Marktoptimismus vorherrscht, angetrieben durch ein günstiges makroökonomisches Umfeld. Zu den wichtigsten positiven Faktoren zählen die Präferenz für Small Caps gegenüber Large Caps und für Aktien aus Schwellenländern gegenüber Aktien aus Industrieländern. Während die Rallye des Goldes auf eine gewisse Vorsicht hindeutet, empfiehlt Goldman Sachs angesichts der günstigen Bedingungen weiterhin eine Übergewichtung von Aktien.
Laut dem Energieanalyseunternehmen Vortexa wird Indien im Januar 2026 voraussichtlich einen Rekordwert bei den Rohöl- und Kondensatimporten von 5,2 Millionen Barrel pro Tag erreichen. Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass indische Raffinerien aufgrund der US-Sanktionen gegen Rosneft und Lukoil vom russischen Rohöl abrücken und stattdessen mehr Öl aus dem Nahen Osten, Amerika und Westafrika beziehen. Diese strategische Neuausrichtung spiegelt Indiens Reaktion auf den Druck der USA und mögliche Handelsverhandlungen wider, während gleichzeitig die Sicherheit der Energieversorgung gewährleistet bleibt.
Roche wird voraussichtlich trotz politischer Spannungen mit der US-Regierung hinsichtlich der Arzneimittelpreise positive Jahresergebnisse für 2025 vorlegen. Das Unternehmen wird voraussichtlich einen Umsatz von 61,83 Milliarden CHF und ein höheres EBIT erzielen. Zu den wichtigsten Schwerpunkten zählen die Auswirkungen der Preisvereinbarung in den USA, Entwicklungen in der Forschungspipeline für Krebs- und Multiple-Sklerose-Behandlungen sowie die Verpflichtung des Managements zum Dividendenwachstum. Die Aktie hat sich mit einem Plus von 7 % in diesem Jahr besser als der Markt entwickelt.
Der US-Dollar schwächt sich weiter ab, erreicht gegenüber dem Schweizer Franken ein Mehrjahrestief und durchbricht gegenüber dem Euro erstmals seit 2021 die Marke von 1,20. Analysten führen den Rückgang auf den Grönland-Konflikt und mögliche gemeinsame Interventionen der japanischen und US-amerikanischen Zentralbanken zur Stützung des Yen zurück. Obwohl die USA das weltweit größte Leistungsbilanzdefizit aufweisen, bleibt der Status des Dollars als Reservewährung unangetastet, auch wenn die jüngsten Verluste auf ein gewisses Nachlassen des Vertrauens hindeuten. Analysten der VP Bank und des Bankhauses Metzler geben gemischte Prognosen ab und weisen sowohl auf fundamentale Schwächen als auch auf mögliche kurzfristige Stützungsfaktoren für den Dollar hin.
Der Schweizer Pharmazulieferer Lonza meldete für das Jahr 2025 starke Ergebnisse mit einem Umsatzwachstum von 19,2 % auf 6,53 Mrd. CHF, das durch den Erwerb einer großen Produktionsstätte von Roche in Kalifornien getrieben wurde. Das Kern-EBITDA stieg um 24,9 % auf 2,06 Mrd. CHF, wobei sich die Margen von 30,2 % auf 31,6 % verbesserten. Das Unternehmen erzielte einen Nettogewinn von 909 Mio. CHF und kündigte eine Dividendenerhöhung auf 5 CHF pro Aktie an. Lonza erwartet für 2026 ein anhaltendes Wachstum mit einem prognostizierten Umsatzwachstum von 11-12 % und EBITDA-Margen von über 32 %.
Der Schweizer Immobilienmarkt sieht sich aufgrund demografischer Veränderungen in zehn Kantonen mit einer deutlichen Abkühlung konfrontiert, wobei die alternde Bevölkerung und die Verlagerung der Nachfrage hin zu kleineren Immobilien strukturelle Herausforderungen mit sich bringen. Experten prognostizieren Preisrückgänge, längere Verkaufszeiten und regionale Unterschiede, von denen insbesondere Kantonalbanken und Pensionskassen mit konzentrierter geografischer Präsenz betroffen sein werden.
Logitech meldete starke Ergebnisse für das dritte Quartal mit einem Umsatzanstieg von 6 % auf 1,42 Milliarden US-Dollar und einem bereinigten Betriebsgewinn von 312,4 Millionen US-Dollar, was die Erwartungen der Analysten übertraf. Das Unternehmen verzeichnete ein breites Wachstum über alle Produktkategorien und Regionen hinweg, wobei die Leistung im asiatisch-pazifischen Raum, angeführt von China, besonders stark war. Logitech schloss außerdem die geplante Verlagerung der Produktion von China in die USA erfolgreich ab und gab eine positive Prognose für das vierte Quartal und das Gesamtjahr ab.
Die US-Notenbank hat in ihrer ersten Sitzung im Jahr 2026 die Zinssätze bei 3,50 % bis 3,75 % belassen und angesichts gemischter Konjunktursignale eine vorsichtige Haltung eingenommen. Die Ölpreise stiegen leicht an, da die Entscheidung die Rohstoffmärkte stützte. Der Preis für WTI-Rohöl stieg aufgrund von Versorgungsengpässen, der Schwäche des Dollars und geopolitischen Risiken auf über 63 US-Dollar pro Barrel. Die Fed steht angesichts des politischen Drucks und interner Meinungsverschiedenheiten vor der Herausforderung, die Inflationsbekämpfung mit dem Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen.
Die US-Aktienmärkte schlossen uneinheitlich: Der Dow Jones verlor aufgrund des starken Rückgangs von UnitedHealth 0,9 %, während der S&P 500 ein neues Rekordhoch erreichte und der Nasdaq um 0,9 % zulegte. Die Anleger konzentrierten sich auf die bevorstehenden Gewinne von Technologieriesen wie Apple, Meta, Tesla und Microsoft sowie auf die bevorstehende Entscheidung der Federal Reserve. Der Dollar fiel unter eine wichtige Schwelle, und die Unternehmensgewinne fielen gemischt aus, darunter der erste Gewinn von Boeing seit 2018 und die enttäuschenden Ergebnisse von American Airlines trotz starker Zahlen.
Die Finanzmärkte spekulieren, dass Rick Rieder von BlackRock der nächste Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve werden könnte, was erhebliche Auswirkungen auf die Geldpolitik und die wirtschaftliche Ausrichtung hätte. Der Artikel erörtert, was bei diesem möglichen Führungswechsel auf dem Spiel steht.

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